{"id":56,"date":"2015-12-19T17:57:28","date_gmt":"2015-12-19T17:57:28","guid":{"rendered":"http:\/\/schulze.geest-verlag.de\/?p=56"},"modified":"2015-12-19T17:57:28","modified_gmt":"2015-12-19T17:57:28","slug":"geplatzte-kragen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schulze.geest-verlag.de\/?p=56","title":{"rendered":"Geplatzte Kragen"},"content":{"rendered":"<h3>Leseprobe aus:<\/h3>\n<h3>Schulze, Heiko: Geplatzte Kragen. Roman \u00fcber den Aufstand der Osnabr\u00fccker Handwerksgesellen im Juli 1801.<\/h3>\n<h3>Vechta-Langf\u00f6rden, Geest-Verlag 2007<\/h3>\n<p><strong><br \/>\nDienstag, 23. Juni<br \/>\nIm Lichte der Schusterkugel<\/strong><\/p>\n<p>Die gl\u00e4serne, wassergef\u00fcllte Schusterkugel, die den flackernden Schein der herunterbrennenden Kerze in der engen Werkstatt verteilte, spendete am sp\u00e4ten Abend nicht mehr viel Licht. Jakob gab alles. Selbst die schummerige Funzel der Werkstatt reichte aus, um die Schwei\u00dfperlen auf seinem pausb\u00e4ckigen Gesicht zum Glitzern zu bringen. Einige dumpfe Schl\u00e4ge mit dem Hammer, und wieder war ein neues Paar edler Reiterstiefel fertig.<br \/>\n\u201eDu ackerst hier wie ein Knecht, dem die Pr\u00fcgelstrafe droht. \u00dcber die paar Kr\u00f6ten, die du hier als Geselle verdienst, lacht sich dein Krauter in seiner Meisterstube doch kaputt. Und morgen verkauft er die edlen Treter f\u00fcr weit mehr Kies, als du im ganzen Monat von ihm ausgezahlt bekommst\u201c, raunzte Jakobs Kollege dem Emsigen \u00fcber dessen rhythmisch wippende Schultern hinweg zu.<br \/>\nDemonstrativ griff der Schimpfende zur aktuellen Ausgabe der W\u00f6chentlichen Osnabr\u00fcckischen Anzeigen, deren Schriftz\u00fcge noch so eben im Licht erkennbar waren. Das Erscheinungsdatum vom 20. Juni 1801 erschien dabei auf geheimnisvolle Weise besonders beleuchtet zu sein. Die dortigen Nachrichten und Kommentare erschienen dem Leser offenkundig wichtiger als die Arbeitsergebnisse seines flei\u00dfigen Gesellenbruders.<br \/>\n\u201eIch mag es nicht, wenn du meinen Herrn Meister Hillmann einen \u201aKrauter\u2019 nennst. Das solltest du als Altgeselle aller Schuhmachergesellen dieser Stadt eigentlich wissen, Hildesheimer!\u201c<br \/>\nJakob warf seinem lesenden Kollegen einen strafenden Blick zu und griff zum Schustermesser, um das Leder f\u00fcr das n\u00e4chste Paar edlen Schuhwerks zu schneiden. Er vollbrachte dies mit hohem Kraftaufwand, was ihm seine geistige Anspannung ein wenig erleichterte.<br \/>\n\u201eNun h\u00f6r doch endlich auf, mit deinem Kneupen herumzuritzen. Der Gestank des Leders und des Pechs in dieser Bude hat wohl dein Gehirn vernebelt, Jakob. Ich h\u00e4tte jedenfalls keine Lust mehr, bis in die Nacht hinein herumzuh\u00e4mmern. Irgendwann ist Feierabend.\u201c Der Hildesheimer schaute weiter in seine Zeitung.<br \/>\n\u201eAch, du! Sei froh, dass du als Altgeselle nicht so arbeiten musst wie die anderen Gesellen. Du lebst sehr gut von den Talern und Schillingen, die wir f\u00fcr dein Auskommen in die Gesellenlade zahlen.\u201c<br \/>\nDer Angegriffene legte das Bl\u00e4ttchen beiseite. Er bem\u00fchte sich, ruhig zu bleiben, obwohl er sich massiv angegriffen f\u00fchlte: \u201eHast du zwischen dem pausenlosen H\u00e4mmern und Schneiden eigentlich einmal dar\u00fcber nachgedacht, was es hei\u00dft, den ganzen Tag eure Interessen zu vertreten? Das st\u00e4ndige Streiten mit euren Meistern, das st\u00e4ndige Ausf\u00fcllen von Papieren. Denk doch mal an die m\u00fchselige Vermittlung von Meisterbetrieben, die dich und deinesgleichen aufnehmen!\u201c<br \/>\nDer Hildesheimer kannte die Vorw\u00fcrfe gegen ihn vor allem von der Meisterseite her. Fast t\u00e4glich war er zwischen Alt- und Neustadt unterwegs, um nach den immer weniger werdenden Stellen f\u00fcr immer mehr Handwerksbr\u00fcder zu suchen, die hier in der Stadt eintrafen. Halbe N\u00e4chte verbrachte er mit Korrespondenzen im Interesse der wandernden Schuhmachergesellen. Akribisch rechnete er Unterst\u00fctzungsgelder f\u00fcr Kranke und Arbeitslose aus der Lade ab. Besonders \u00e4rgerten ihn aber die st\u00e4ndigen Auseinandersetzungen mit Gesellen wie Jakob, der aus der Sicht des Altgesellen immer noch nicht gemerkt hatte, wer f\u00fcr und wer gegen ihn war.<br \/>\nDer strebsame Kritiker des Gesellensprechers arbeitete achselzuckend weiter. Er zog das mit dem Kneupen geschnittene St\u00fcck Leder zielgenau \u00fcber den Leisten. Dann gab er sich die Erlaubnis, dem Altgesellen tief und mutig ins Auge zu blicken.<br \/>\n\u201eGutes Handwerk lebt vom Flei\u00df\u201c, stellte der Arbeitende fest. \u201eEin Meister f\u00e4llt nicht vom Himmel, Hildesheimer! Du wirst immer Altgeselle bleiben und jahraus, jahrein so lange die Gesellenlade verwalten, bis du wirklich alt bist und die schwere Truhe kaum noch tragen kannst.\u201c<br \/>\nDiese Art von Belehrung war f\u00fcr den Angegriffenen der Anlass, eilends seine Ledersch\u00fcrze abzulegen und unwirsch \u00fcber den Kleiderhaken zu werfen.<br \/>\n\u201eMir reicht es langsam!\u201c, zischte es zwischen den Haaren seines dichten aschblonden Vollbarts. Die Falten auf der Stirn vertieften sich merklich. \u201eDu tust bald so, als w\u00e4rest du etwas Besseres. Du bist Geselle wie wir alle.\u201c<br \/>\nJetzt lie\u00df auch Jakob vom Werkzeug ab und erhob sich ruhig vom Hocker. Er hatte sich schon lange vorgenommen, sein gut geh\u00fctetes Geheimnis zum richtigen Zeitpunkt mit Triumph in der Stimme mitzuteilen.<br \/>\n\u201eIch wollte es schon l\u00e4nger sagen. Darum tue ich es jetzt. H\u00f6re jetzt einmal gut zu! Bald, mein Bruder, ist die Gesellenzeit n\u00e4mlich f\u00fcr mich vorbei! Vorbei das m\u00fchselige Tapern von Kaff zu Kaff, das st\u00e4ndige Wandern von Meister zu Meister. Und auch das st\u00e4ndige Vorstellen in den Gesellenherbergen mit diesen oft aufgezwungenen Saufgelagen.\u201c<br \/>\nDer Hildesheimer runzelte seine Stirn in noch tiefere Falten. Die euphorischen Worte seines Gespr\u00e4chspartners stimmten mit dem Alltag, den auch er t\u00e4glich erleben musste, keineswegs \u00fcberein.<br \/>\n\u201eVorbei die Wanderei?\u201c, fragte er den Prahlenden. \u201eKaum einer von uns kann das noch schaffen. Gesellen wandern durch die K\u00e4ffer. Sie sammeln sich an wie \u00fcberfl\u00fcssiges Mehl, das unverkauft in den M\u00fchlen vergammelt. Meister werden? Wieso soll dir das gelingen, Jakob? Ausgerechnet dir? Und dass du etwas gegen Bier hast, h\u00f6re ich das erste Mal.\u201c<br \/>\nDer Angesprochene rammte seine F\u00e4uste in die H\u00fcften und bem\u00fchte sich, seine rundliche Nase stolz in die H\u00f6he zu halten: \u201eWei\u00dft du es noch nicht? Ich werde wirklich bald Meister! Alles ist schon abgesprochen, auch mit den Gildemeistern. Ich heirate meine Elisabeth und \u00fcbernehme die Werkstatt ihres toten Mannes in der Gro\u00dfen Hamkenstra\u00dfe.\u201c<br \/>\nDer Altgeselle hatte sich schon schnurstracks in Richtung T\u00fcr bewegen wollen, um in der Gesellenherberge den Abend im Kreise der Mitgesellen gem\u00fctlich zu beenden. Jetzt \u00fcberkam ihn das Bed\u00fcrfnis, sich wieder wie zuvor auf den Schusterhocker zu setzen. Ein Anflug von L\u00e4cheln durchzog sein Gesicht. \u201eIch habe so etwas fast geahnt. Du und diese junge Witwe. Die Frau, die st\u00e4ndig so kess umherschaut und ihr rotes Haar immer so gern im Kontrast zu ihrer traurig-schwarzen Witwentracht wallen l\u00e4sst. St\u00e4ndig diese leuchtenden Blicke. Und die Blumen, die du in jedem Winkel f\u00fcr sie gepfl\u00fcckt hast. Auf den Wiesen jenseits der Hase w\u00e4chst schon nichts Buntes mehr. Dann waren da noch die edel verzierten Schuhe mit den hohen Abs\u00e4tzen, die du hier in vielen N\u00e4chten zusammengeschustert hast, was hier rund um den Kamp immer zu h\u00f6ren war. F\u00fcr deine Angebetete, nicht wahr?\u201c<br \/>\n\u201eAber sicherlich!\u201c, stellte der Br\u00e4utigam stolz fest, der die Reaktion des Altgesellen auf seine Neuigkeit sichtbar auskostete. \u201eSeitdem ich diese Frau im Mai kennen gelernt habe, geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Und sie erwidert meine Liebe. Nur offiziell k\u00f6nnen wir das nicht zeigen.\u201c<br \/>\nDer Hildesheimer nickte verst\u00e4ndnisvoll.<br \/>\n\u201eDas Schuhwerk f\u00fcr Elisabeth war mir wie ein Meisterst\u00fcck. Franz\u00f6sische Mode\u201c, erg\u00e4nzte der Arbeitende. \u201eDas Allerneueste! Du siehst: Jeder kann Meister werden, der sich redlich bem\u00fcht.\u201c<br \/>\nDer Hildesheimer musste tief Luft holen. Sein gro\u00dfm\u00fctiges L\u00e4cheln verschwand. Er wusste nur zu gut, dass die letzte Feststellung seines Gespr\u00e4chspartners nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun hatte.<br \/>\n\u201eDu sagst: Jeder kann Meister werden, der sich bem\u00fcht? Bruder Jakob \u2013 schl\u00e4fst du noch? Du wirst Meister, weil du einer Meisterwitwe den Hof machst und sie heiratest, nicht, weil du ein Meisterst\u00fcck gefertigt hast.\u201c Er sch\u00fcttelte den Kopf und zwang sich dazu, die Aussagen seines Gespr\u00e4chspartners weniger ernst zu nehmen.<br \/>\n\u201eIch habe mein Gl\u00fcck gesucht und gefunden. Ich werde Meister sein und ehrsamer B\u00fcrger von Osnabr\u00fcck!\u201c, rief Jakob mit hochgl\u00e4nzenden Augen emp\u00f6rt dazwischen und bem\u00fchte sich, respekteinfl\u00f6\u00dfend zu wirken.<br \/>\n\u201eSo viele Witwen toter Meister kann es gar nicht geben, dass ein jeder Wandergeselle mit ihnen eine Ehe schlie\u00dfen kann. Und der Rest der freien Meisterstellen ist allzu oft nur noch f\u00fcr Meisters\u00f6hne reserviert\u201c, stellte der Altgeselle ruhig fest.<br \/>\n\u201eWer flei\u00dfig ist, der wird auch was! Handwerk hat goldenen Boden.\u201c Jakob zeigte sich spr\u00fcchekundig. Und seine eigene Lebensperspektive schien die alten Weisheiten f\u00fcr ihn eindrucksvoll zu best\u00e4tigen.<br \/>\nDer Hildesheimer legte seine Hand auf die Schulter des Schusternden und l\u00e4chelte diesen wieder freundlicher an.<br \/>\n\u201eLieber Jakob, schau dich doch einmal um! Wer schafft es schon, in eine Meisterfamilie einzuheiraten? Wer bringt den ganzen Kies f\u00fcr die Meisterehre auf? Fast keiner. Und du schaffst es wahrscheinlich nur, weil deine Familie viel wohlhabender ist als die meisten Familien unserer Gesellenbr\u00fcder.\u201c<br \/>\nDer Altgeselle bem\u00fchte sich redlich, ruhig zu bleiben, denn was die beiden besprachen, war fast allabendlicher Gespr\u00e4chsgegenstand in der Gesellenrunde ihrer gemeinsamen Herberge. Einmal mehr appellierte er an Jakobs Einsicht: \u201eHast du das vergessen? Den Kies f\u00fcr Gelage, bei denen sich vor allem die Krauter unseres Handwerks nach Meisterpr\u00fcfungen m\u00e4sten, kann kaum einer von uns aufbringen. Und das Einkaufsgeld, das der Magistrat verlangt und sich daf\u00fcr wahrscheinlich selbst den Wams voll schl\u00e4gt, erst recht nicht!\u201c<br \/>\nBis zu 200 Taler, so wusste es der Gesellenvertreter aus langj\u00e4hriger Erfahrung, wollten die Meister mittlerweile f\u00fcr eine abgenommene Pr\u00fcfung haben. Diese Willk\u00fcr f\u00fcllte n\u00e4chtelange Diskussionen.<br \/>\nDer Belehrte reagierte dennoch trotzig.<br \/>\n\u201eDu musst einfach gut sein im Handwerk, dann geht es.\u201c Jakob besah sich demonstrativ sein bisheriges Arbeitsergebnis im Licht der Schusterkugel. Das war ihm offenkundig wichtiger als Darstellungen, die er als \u00fcberfl\u00fcssige Belehrungen empfand.<br \/>\n\u201eJakob! Viel zu viele fallen bei den Pr\u00fcfungen durch, obwohl sie wundersch\u00f6ne Schuhe oder Stiefel fertigen. Das Material ist au\u00dferdem viel teurer als fr\u00fcher. So wie alles in den letzten Jahren teurer geworden ist\u201c, stellte der Altgeselle fest und l\u00f6ste langsam seine Hand von der Schulter des J\u00fcngeren.<br \/>\n\u201eDas sind nun einmal die z\u00fcnftigen Regeln. Seit vielen Hundert Jahren ist das so. Ich bleibe dabei: Wer sein Handwerk kann, der wird auch was.\u201c<br \/>\nDer erfahrene Gesellensprecher erhob sich vom Hocker, sch\u00fcttelte mit dem Kopf und musste leicht grinsen. \u201eVerzeih bitte! Aber so, wie du dich hier verkaufst, erinnerst du mich an eine Figur, die ich als Tr\u00f6del-H\u00e4ndler vom Jahrmarkt kenne. Wenn du so redest, dann bist du kein Meister Jakob. Wahrlich nicht! Du bist ein billiger Jakob. Wie der vom Jahrmarkt!\u201c<br \/>\nZufrieden mit seinem so gezeichneten Bild, setzte sich der Hildesheimer wieder auf den winzigen Hocker. Er wirkte pl\u00f6tzlich wieder ernster, und auch der Arbeitende widmete sich mit emsiger Miene seinem entstehenden Schuh.<br \/>\n\u201eAuch du, Jakob, sprichst doch immer wieder mit unseren wandernden Gesellenbr\u00fcdern\u201c, unternahm der Altgeselle einen weiteren Versuch, Jakob zu erreichen. \u201eWann immer du das tust, erf\u00e4hrst du viel von den Problemen, die alle Br\u00fcder belasten.\u201c<br \/>\n\u201eIch trinke mit den Br\u00fcdern immer gerne ein paar Bier. Da geht es meistens sehr lustig zu, wenn das Gelage nicht gerade erzwungen ist. Probleme gibt es da selten.\u201c<br \/>\nJakob hatte das Gef\u00fchl, mit diesem Hinweis etwas Humoriges gesagt zu haben. Aber ein Blick ins Auge des \u00c4lteren sagte ihm sofort, dass er diesmal falsch gelegen hatte.<br \/>\n\u201eBier? Bier oder auch Branntwein wird es sein, was dir in unserer Herberge die Sinne getr\u00fcbt hat. Wenn ein Feuer f\u00fcr Gerechtigkeit in deinem Herzen lodern w\u00fcrde, w\u00e4re mir das allemal lieber. Begreife es doch endlich: Immer mehr Br\u00fcder werden niemals Meister werden! Und immer mehr von uns sind von Arbeitslosigkeit bedroht. Unsere Zukunft liegt vollkommen im Dunkeln.\u201c<br \/>\n\u201eWieso denn?\u201c Auch Jakob runzelte seine hohe Stirn in tiefe Falten. Ein wenig Neugierde konnte er aber nicht verbergen.<br \/>\n\u201eIch nenne dir ein Beispiel\u201c, antwortete der B\u00e4rtige. \u201eDie meisten von uns haben seit ihrer Zeit als Stift nichts anderes gelernt, als Schuhe zu fertigen. Stell dir einmal vor, wir k\u00f6nnen nicht Meister werden und finden auch keinen, der uns anstellt. Arbeiten wollen wir aber trotzdem so, wie wir es gelernt haben. Dann werden wir von uniformierten Polypen als so genannte B\u00f6nhasen verfolgt, weil wir still und heimlich auf den Dachb\u00f6den arbeiten und dann wie Hasen gejagt werden. Selbst unsere Gesellenbr\u00fcder verfluchen uns dann als unliebsame billige Konkurrenz, die ihnen Arbeit und Brot wegnimmt.\u201c<br \/>\nDer erfahrene Schuhmacher wusste aus Erfahrung nur zu gut, was es bedeutete, wenn ehemaligen Gesellen das Handwerk gelegt wurde und manche von ihnen sogar ins Kittchen kamen, wie sie Gef\u00e4ngnisse zu nennen pflegten.<br \/>\nDie Schilderung des Hildesheimers l\u00f6ste eine kurze Stille aus. Jakob bediente weiter Hammer und Sohle, diesmal mit der Kraft des standhaft Trotzigen.<br \/>\n\u201eHandwerk hat nun einmal Recht und Brauchtum. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!\u201c<br \/>\nDer Altgeselle kratzte sich die grau werdenden Haare und sch\u00fcttelte nur noch den Kopf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leseprobe aus: Schulze, Heiko: Geplatzte Kragen. Roman \u00fcber den Aufstand der Osnabr\u00fccker Handwerksgesellen im Juli 1801. Vechta-Langf\u00f6rden, Geest-Verlag 2007 Dienstag, 23. 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